Hier steht, welche Hebel deinen Punktestand heben oder senken — und warum. Die genauen Zahlen und Schwellen nennen wir hier bewusst nicht: Du siehst sie jederzeit live in der Punkte-Vorschau im Gespräch, bevor du abschliesst.
Beide Seiten werden unterschiedlich bewertet. Allen gemeinsam: Punkte entstehen nur aus bestätigten Deals, und mehrere Faktoren wirken als Multiplikatoren — ein einziger schwacher Faktor zieht das ganze Ergebnis nach unten.
Wenn du Startup bist
Dein Ziel: Kapital zu einer möglichst hohen Bewertung einsammeln, ohne die Kontrolle über deine Firma zu verlieren.
Bewertung (der Haupthebel). Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Betrag zu abgegebenen Anteilen: viel Geld für wenig Equity = hohe Bewertung = viele Punkte. Wenig Equity abzugeben ist dein stärkster Hebel. Nach oben deckelt das Punktesystem die Bewertung nicht — die einzige Grenze ist, was die Gegenseite akzeptiert (deine Equity-Obergrenze begrenzt, wie viele Anteile du abgibst, nicht wie hoch du bewertet wirst).
Zielerreichung. Wie viel deines Kapitalziels du tatsächlich einsammelst, wirkt direkt mit: Wer kaum etwas aufnimmt, lässt Punkte liegen; eine Überzeichnung wird belohnt.
Konzentration im Cap Table. Wenige Kapitalgeber an Bord sind besser als viele kleine — ein sauberes Cap Table gibt einen Bonus.
Branchenaffinität. Deals mit Gegenparteien, die deine Branche kennen (Abzeichen affin), geben einen Bonus.
Equity-Disziplin & Kontrollverlust. Dein Briefing nennt eine Equity-Obergrenze. Bis dahin alles gut; gibst du mehr ab, sinken die Punkte zunehmend — und wer insgesamt zu viel Kontrolle weggibt, kassiert eine harte Strafe auf den Gesamtscore.
Wenn du Corporate-Investor bist
Dein Ziel: deinen Fonds so einsetzen, dass die Chance auf einen grossen Treffer (einen „Unicorn") möglichst hoch ist.
Anteile aus Einzeldeals. Pro Beteiligung zählen die erhaltenen Equity-Anteile — mehr Anteile, mehr Wert. Aber jede Beteiligung trägt einen festen Prüf-/Transaktionsaufwand: Kleinst-Tickets lohnen sich kaum, weil dieser Fixaufwand einen Grossteil ihres Werts auffrisst. So entsteht von selbst eine sinnvolle Ticketgrösse.
Branchenaffinität. Beteiligungen an Startups aus deiner Branche (affin) geben einen Bonus.
Unicorn-Chance (statt Streuung). Dein Portfolio wird als Chance bewertet, mindestens einen grossen Treffer zu landen: mehr (sinnvoll grosse) Beteiligungen heben diese Chance — aber mit abnehmendem Zuwachs. Wie viele „Schüsse" du für die volle Chance brauchst, hängt davon ab, wie viele Startups im Spiel sind: kleines Feld, wenige genügen; grosses Feld, es braucht mehr. Blosses Zerstückeln in Kleinst-Tickets hilft nicht (siehe Fixaufwand).
Was für alle gilt
Markt-Events. Zeitlich begrenzte Ereignisse heben oder senken die Punkte von Deals, die in ihrem Fenster abgeschlossen werden. Timing kann sich also lohnen.
Sonderkonditionen. Vereinbarte Sonderkonditionen verschieben die Wertung eines Deals — je nach Kondition zugunsten der einen oder anderen Seite. Ein Verhandlungshebel: die eine Seite gewinnt etwas, die andere gibt dafür etwas ab. (Die Branchenaffinität entsteht separat aus dem Sektor-Fit, nicht aus Konditionen.)
Vertragsbruch. Brichst du einen bestätigten Deal einseitig, wird dein Gesamtscore gedämpft — und jeder weitere Bruch verschärft den Malus. Zudem erscheint bei deinen Deal-Partnern ein Warnzeichen.
Auflösung & DD-Kosten. Auch eine einvernehmliche Auflösung ist nicht gratis: dem Corporate-Investor werden Due-Diligence-Kosten vom Budget abgezogen. Überlege einen Deal also gut, bevor du ihn fixierst.
Etikette. Gespräche wiederholt abrupt abzubrechen, hinterlässt einen sichtbaren Marker und kann die Wertung drücken — verhandle fair.
Kurz: Startups gewinnen mit hoher Bewertung × erfülltem Ziel × sauberem Cap Table × Affinität — ohne die Kontrolle zu verlieren. Corporate-Investoren gewinnen mit genug sinnvoll grossen, affinen Beteiligungen, die die Unicorn-Chance maximieren. Die exakten Zahlen dahinter zeigt dir immer die Punkte-Vorschau im Gespräch.